Presseinformationen (Erdgasfahrzeuge)

Steuervergünstigung für Erdgasfahrzeuge über 2018 hinaus auf gutem Weg

März 2016

Das ist eine richtig gute Nachricht für den Landesinitiativkreis erdgas mobil Mecklenburg-Vorpommern und alle Erdgasfahrer im Bundesland: Dem Finanzausschuss des Bundestages liegt ein positiver Abschlussbericht zur Steuervergünstigung von CNG-Kraftstoff über das Jahr 2018 hinaus vor. Das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung hat das Gutachten erstellt, das die letzte Hürde auf dem langen Weg der Fortschreibung durch den Gesetzgeber weggeräumt haben sollte.

„Die Vollendung einer schier unendlichen Geschichte durch das Parlament würde die Unsicherheit im Lager der CNG-Fahrer, aber auch bei den Autoherstellern und den Tankstellenbetreibern, überwiegend Stadtwerke, verdrängen“, heißt es bei „derenergieblog.de“. Die Gutachter empfehlen die Refinanzierung der Steuerermäßigung über eine geringe Umlage auf die Energiesteuer bei Benzin und Diesel. Bei Fortgeltung des ermäßigten Steuersatzes prognostizieren die Heidelberger Forscher einen Anstieg bei CNG-Fahrzeugen von aktuell 100 000 bundesweit auf 600 000 Fahrzeuge im Jahr 2030. Die Bundesregierung komme durch diese „Energiewende im Straßenverkehr“ ihren ehrgeizigen Klimazielen deutlich näher. Die bei CNG minimierten Luftschadstoff- und Treibhausgas-Emissionen deklassierten alle Flüssigkraftstoffe.

Erdgas mobil Mecklenburg-Vorpommern (em M-V) fördert auch in diesem Jahr Autofahrer, die sich für die umweltschonende Kraftstoffalternative Erdgas entscheiden. Den einmaligen Bonus in Höhe von 300 Euro in bar gibt es für Erdgasfahrzeuge, die nach dem 1. Januar 2016 in Mecklenburg-Vorpommern zugelassen wurden. In den Genuss des Zuschusses kommen die ersten 100 Erdgasfahrer des Landes. Zusätzlich werden zehn Erdgas-Taxis mit je 500 Euro gefördert. Beantragen können die Förderung sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, deren Wohn- bzw. Firmensitz im Einzugsgebiet der 17 Trägerkreismitglieder* liegt.

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Erdgas mobil M-V jetzt bundesweit organisiert

Dezember 2015

Die Mitglieder des Landesinitiativkreises erdgas mobil Mecklenburg-Vorpommern sind dem bundesweit aufgestellten Verein Zukunft ERDGAS e. V. einzeln beigetreten. Der Beschluss fiel bei der jüngsten Trägerkreissitzung im Landeszentrum für erneuerbare Energien in Neustrelitz. Peter Meyer, Leiter Außenbeziehungen bei Zukunft ERDGAS, hatte zuvor individuelle
Mehrwerte aus der Kooperation heraus in Aussicht gestellt. Der Verein bündelt unter seiner Marke Erdgas als Lösung auf dem Wärmemarkt als auch Erdgas im Mobilitätssektor und wird öffentlich stark wahrgenommen. Der Landesinitiativkreis wird durch seinen Vorstandsvorsitzenden Frank Schmetzke vertreten. „Wir werden diese Mehrwerte auch abrufen“, kündigte er an. Die Mitgliedschaft hat zunächst eine Laufzeit von einem Jahr.

„Gerade nach der Dieselaffäre muss jetzt Erdgas auf die Agenda“, betonte Peter Meyer. So wolle der Bund eine Förderung für Erdgasfahrzeuge auflegen. Auf kommunaler Ebene, zum Beispiel im Öffentlichen Personennahverkehr, müsse mit gutem Beispiel vorangegangen werden.

Erdgas mobil Mecklenburg-Vorpommern will sein eigenes Förderprogramm für erdgasbetriebene Fahrzeuge 2016 fortsetzen. Die Anschaffung von Pkw wird mit 300 Euro, von Taxis mit 500 Euro je Auto unterstützt. Das Programm ist auf 100 Pkw und fünf Taxis limitiert. In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres wurde im Bereich der Trägerkreismitglieder der Kauf von 28 Neuwagen gefördert, davon zehn private und 18 gewerbliche. Der Landesinitiativkreis belässt seine 2008 in Neustrelitz angesiedelte Geschäftsstelle auch 2016/17 bei den dortigen Stadtwerken. Im Trägerkreis sind per 1. Januar kommenden Jahres 17 Mitglieder aus Mecklenburg-Vorpommern zusammengeschlossen.

Unterdessen haben die Deutsche Energie-Agentur (dena), der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und Zukunft ERDGAS eine Taskforce ins Leben gerufen, die Liquified Natural Gas (LNG) als Kraftstoff und Diesel-Alternative auf dem deutschen Markt einführen und hierfür die Voraussetzungen schaffen will. Bislang fehlte dazu in Deutschland eine nationale
Kompetenzstelle. „Ziel der Bundesregierung ist es, den Markteintritt von LNG im Schwerlastverkehr zu beschleunigen. Wir wollen auch in Zukunft bezahlbare, saubere und sichere Mobilität ermöglichen. Genau deshalb fördern wir LNG als umweltfreundliche und preislich wettbewerbsfähige Alternative zu herkömmlichen Antrieben im Logistiksektor“, sagte
Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

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Zweitbeste Infrastruktur in Europa: 920 Erdgastankstellen für zuverlässige Versorgung in Deutschland

19. Dezember 2014

Im europaweiten Vergleich verfügen deutsche Autofahrer über hervorragende Voraussetzungen, um Erdgas zu tanken: Mit aktuell 920 Erdgastankstellen besitzt Deutschland das zweitgrößte Erdgastankstellennetz des Kontinents. Lediglich in Italien gibt es 120 Stationen mehr. Auf den weiteren Plätzen folgen Armenien, die Ukraine und Frankreich. Dennoch belegt die Bundesrepublik im Vergleich der Fahrzeugzahlen mit gut 98.000 zugelassenen Erdgasfahrzeugen nur den vierten Platz. Insbesondere Italien zeigt, wie es funktionieren kann: Rund 885.000 Erdgasautos sind derzeit auf Italiens Straßen unterwegs. Für die Versorgung mit dem alternativen Kraftstoff stehen hier landesweit 1.040 Erdgastankstellen zur Verfügung.

Bereits heute erfüllt Deutschland die Anforderungen der "Clean Power für Transport"-Initiative der Europäischen Kommission. Demnach gewährleisten Erdgastankstellen in maximaler Entfernung von 150 Kilometern den ungehinderten Betrieb von Erdgasfahrzeugen. Bis 2020 soll diese Infrastruktur europaweit stehen. "In Deutschland investiert die Energiewirtschaft kontinuierlich in die Qualität des Tankstellennetzes. So gibt es kaum noch eine Erdgasstation, die auf einem Betriebshof steht", erklärt Frank Schmetzke, Vorsitzender von erdgas mobil Mecklenburg-Vorpommern. "Nur noch rund 7 Prozent aller Anlaufstellen für Erdgas als Kraftstoff befinden sich auf Firmengelände. Die Mehrheit der Erdgaszapfsäulen ist Teil großer, etablierter Tankstellen, die meist an wichtigen Verkehrspunkten wie Autobahnen, Bundesstraßen oder inmitten städtischer Ballungsgebiete liegen." Nach Angaben von Erdgas mobil sind in den kommenden Monaten weitere sieben Neueröffnungen geplant, zum Beispiel in Berlin, München, Paderborn und Jena. In Mecklenburg-Vorpommern wurde am 15. Dezember 2014 eine neue Tankstelle in Schwerin eröffnet, im ersten Halbjahr 2015 folgt eine weitere in Stralsund.